Laufend erreichen uns über die Medien neue Hiobsbotschaften, die über die Entwicklung der Rentenversicherung informieren. Damit einher geht eine immer größer werdende Angst der Menschen, im Alter nicht mehr über die Runden zu kommen.

Lässt man junge und ältere Menschen über die Rente diskutieren, klaffen Welten auseinander. Während die jungen Leute unter einer Angst vor Altersarmut leiden und sich dessen bewusst sind, dass sie enorm hohe Abgaben leisten müssen, ohne jemals den Lebensstandard der heutigen Senioren erreichen zu können, klagt die jetzige Rentnergeneration darüber, dass ihre Kaufkraft ständig sinkt.

Grund für das Dilemma der Rentenversicherung ist die sinkende Geburtenrate, daran konnte auch das Elterngeld nicht viel ändern. Daher schließt selbst die Rentenkasse Beitragssteigerungen zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht aus, um das fehlende Renten-Budget irgendwie auch nur ansatzweise ausgleichen zu können.

Schaut man sich einmal genauer an, wer in Zukunft eine staatliche Rente bekommen wird, stellt man fest, dass das nicht jeder Bundesbürger sein wird. Nur wer ein gewisses Alter erreicht hat und mindestens fünf Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat, kann auch eine Altersrente erhalten. Das klingt zunächst mal so, als ob jeder Deutsche eine Altersrente bekommen würde, dem ist aber nicht so. Denn Richter, Beamte, Soldaten, Selbständige, Freiberufler und Minijobber zahlen oft nicht in die Rentenkasse ein. Daher gibt es auch keine entsprechende Absicherung für jeden.

Alte Menschen ohne entsprechenden Rentenanspruch können maximal dürftige Zahlungen aus der Grundsicherung erhalten.

Wer nach 1964 geboren ist, weiß schon jetzt, dass er bis zu einem Alter von 67 Jahren arbeiten muss, um eine abschlagsfreie Rente zu erhalten. Sieht man sich allerdings aktuelle Arbeitnehmerstatistiken an, stellt man fest, dass nicht einmal ein Viertel aller Menschen, die zwischen 60 und 65 Jahre alt sind, noch voll im Berufsleben steht. Daher bringt das Rentenalter von 67 Jahren auch immer wieder hitzige Diskussionen mit sich.

Wer sich allerdings auf die gesetzliche Rente allein verlässt, der wird wahrscheinlich im Alter sehr schlecht abgesichert sein.