Es ist nicht ganz einfach, den Dschungel an Rentenversicherungen in Deutschland zu durchblicken. Immerhin gesellen sich zur gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) auch noch die private Rentenversicherung und die betriebliche Altersvorsorge (BAV).

Die gesetzliche Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung war ursprünglich einmal dazu vorgesehen, Menschen im Alter eine Rente auszuzahlen, von der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten konnten. Aufgrund des demografischen Wandels ist dies aber vielfach nicht mehr möglich. Für immer mehr Menschen reicht das Geld, das sie aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten nicht mehr aus, um davon leben zu können. Immerhin erhält jeder Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung, wenn er das Regelpensionsalter erreicht hat und im Laufe seines Lebens mindestens fünf Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt hat.

Die betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge soll eine zusätzliche Stütze für das deutsche Rentensystem darstellen. Oft wird vom Arbeitgeber in eine betriebliche Vorsorgekasse eingezahlt, was häufig als zusätzliche Sozialleistung von Betrieben angeboten wird. Für Arbeitnehmer kann aber auch eine sogenannte Entgeltumwandlung, bei der sie beispielsweise bekannt geben, dass der Arbeitgeber monatlich einen gewissen Betrag von ihrem Gehalt abzieht, um diesen in eine betriebliche Rentenkasse einzuzahlen, von Vorteil sein. Denn dieser wird dann vom Bruttogehalt abgezogen, sodass weniger Steuer und Sozialversicherungsbeiträge für den Arbeitnehmer anfallen.

Die private Altersvorsorge

Der Staat weist immer mehr darauf hin, dass die gesetzliche und die betriebliche Altersvorsorge in Zukunft wohl für viele Menschen nicht mehr ausreichen werden, um damit ihren Lebensabend zu bestreiten.

Darum sollte sich jeder, der es sich leisten kann, darauf schauen, rechtzeitig eine private Altersvorsorge abzuschließen, um auch im Alter auseichend versorgt zu werden. Die private Altersvorsorge soll vor allem dazu dienen, die Lücke zu schließen, die zwischen der gesetzlichen Rentenvorsorge und ihrem letzten Gehalt im Beschäftigtenverhältnis entsteht.

Außerdem ist die private Altersvorsorge ein wichtiger Schritt für Selbständige oder Freiberufler, die keinen Rentenanspruch aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben.