Die Altersrente in Deutschland

Der wohl häufigste Anlass, warum jemand eine Leistung aus der Rentenversicherung bekommt, ist die Altersrente. In welchem Alter jemand die reguläre Altersrente beziehen kann, ist von der jeweils gültigen Regelaltersgrenze abhängig.

Die Regelaltersgrenze wird in Deutschland schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben. Das bedeutet für Versicherte, dass sie ab dem Geburtsjahrgang 1964 erst ab einem Alter von 67 Jahren die Altersrente in Anspruch nehmen können, ohne dadurch Abzüge zu erlangen.

Langjährig Versicherte sind hier im Vorteil. Für sie verringert sich das Eintrittsalter bei mindestens 45 Versicherungsjahren um zwei Jahre. Das bedeutet, dass Sie frühestens in einem Alter von 65 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen können.

Wer allerdings nicht bis zum Zeitpunkt der Regelaltersgrenze berufstätig bleiben möchte, kann auch bereits in Rente gehen, wenn die Versicherungszeit mindestens 35 Jahre beträgt. Hier muss der Rentner allerdings Abschläge in Kauf nehmen, die für jeden Monat, den man “zu früh” in Rente geht, 0,3 Prozent betragen. Diese Verringerung der Rentensumme erfolgt auf Dauer, auch darüber hinaus, wenn man letztendlich das Regelalter erreicht hat.

Was dies in Zahlen bedeutet, möchten wir in einem kleinen Rechenbeispiel genauer erläutern. Gehen wir einmal davon aus, Ihre Regelaltersrente würde monatlich 2.000 Euro betragen. Aufgrund von 35 Beitragsjahren gehen Sie anstatt mit 67 Jahren bereits mit 65 Jahren in Rente. Dadurch ergeben sich insgesamt 24 Monate, in denen sich die Rente um jeweils 0,3 Prozent verringert. 24 Monate mal 0,3 Prozent ergibt insgesamt 7,2 Prozent Verringerung pro Monat. Sie würden daher monatlich anstatt 2.000 Euro nur 1.856 Euro erhalten.

Es gibt aber nicht nur einen freiwilligen Rentenabzug bei früherem Rentenantritt, sondern auch Erhöhungen bei einem späteren Antritt. Für jeden Monat, den Sie über Ihr Rentenalter hinaus arbeiten, erhalten Sie einen monatlichen Zuschlag von 0,5 %. Würden Sie also zwei Jahre länger arbeiten wäre das ein monatlicher Zuschlag von zwölf Prozent, sie würden dadurch statt der monatlichen Rente von 2.000 Euro 2.240 Euro erhalten.

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