Seit einigen Jahren geben es auch Politiker zu: Von den Leistungen aus der staatlichen Rentenversicherung werden die meisten von uns den Lebensabend nicht mehr bestreiten können, ohne in die Armutsfalle zu rutschen.

Nun gibt es natürlich noch die betrieblichen Altersvorsorge, die nur ein kleines Pölsterchen auf den staatlichen Rentenzahlungen sind, und die verschiedenen Arten der privaten Altersvorsorge. Doch in Zeiten der Niedrigzinsen werden auch diese immer unattraktiver.

So stellt sich also die Frage nach Alternativen zur privaten Rentenversicherung. Wer etwas Geld auf der Seite hatte oder eine gute Bonität für günstige Kredite vorweisen konnte, hat es schon längst getan, nämlich in Immobilien investiert.

Immobilien gelten derzeit als eine der sichersten Anlageformen. Doch diese Investitionsfreudigkeit in Immobilien hat gravierende Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf jene Menschen, die nicht schon längst ihr Geld in Häuser und Grundstücke gesteckt haben. In den letzten Jahren sind die Immobilienpreise explosionsartig angestiegen, was natürlich zu unglaublichen Renditen der Immobilien-Anleger geführt hat. Die Schattenseite ist allerdings, dass das Wohnen kaum mehr leistbar ist und auch für Gutverdiener der Erwerb von Immobilien mit enormen Investitionen verbunden ist.

Natürlich darf man nicht vergessen, dass eine Immobilie auch instand gehalten werden muss, um keine Wertverluste damit zu haben. Das kann mitunter mit zusätzlichen großen Investitionen verbunden sein.

Was außerdem dazu kommt ist, dass eine Immobilie meist vermietet wird und man auf das Glück mit seinen Mietern angewiesen ist. Ob ein häufiger Mieterwechsel, Mieter, die sich in der Wohnung nicht ordnungsgemäß verhalten oder gar Mietnomaden, die so lange keine Miete zahlen, bis sie rausfliegen – die Vermietung kann mit einem großen Aufwand und auch mitunter mit finanziellen Verlusten verbunden sein. Man sollte sich bewusst machen, dass das Mieterschutzgesetz sehr stark zugunsten der Mieter ausgelegt wird und es manchmal sehr lange dauern kann, bis man einen Mieter wieder aus seinem Eigentum bekommt.